Woche 1: Abschlussbericht – Analyse & Brainstorming

In der ersten Woche drehte sich bei mir alles um Analyse & Brainstorming. In meinem Artikel zu der ersten Woche der Nischenseiten-Challenge 2018 bin ich darauf eingegangen, wie ich eine Nische finde. Heute geht es darum, wie ich meine zu erwartende Konkurrenz analysiere und sich meine Idee verflüchtigt oder festigt.

Schenkst du mir ca 6min. deiner wertvollen Zeit?




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Erstmal ein paar Keywords, dann mögliche Konkurrenten

Short- Longtail, kleines Keyword-Set, ohne gehts nicht

Um zu wissen, wer überhaupt meine Konkurrenten sind und wie hart die Nische ist, benötige ich vorab ein kleines Keyword-Set. Das kleine Keyword-Set besteht erstmal nur aus den Keywords die mir zu diesem Thema einfallen. Dabei sind Short- und Longtail für mich gleichermaßen interessant.

Die Frage, die ich mir stellen muss ist, zu welchem Keyword will ich mit der Startseite und den wichtigsten Unterseiten ranken? Das hängt wiederum von meinem Website-Modell ab und wie ich diese monetarisieren möchte. Beides habe ich mir natürlich schon im Brainstorming überlegt.

Ich möchte mit meiner Start- und den wichtigsten Unterseiten im Shorttail-Bereich ranken. Endgegen anderer Meinungen, erarbeite ich zuerst die Start- und Unterseiten im Shortail und gehe dann auf den Longtail.

Ein Keyword – riesiges Suchvolumen

Suchvolumen satt im Shorttail

Mit diesem kleinen Keyword-Set bediene ich nun den KWFinder. Eingegeben, sortiere ich mir erstmal das Ergebnis nach Suchvolumen (SV). In der letzten Spalte der Suchergebnisse wird dir der „Keyword SEO Difficulty“-Wert angezeigt. Mit diesem Wert habe ich bisher gute Erfahrungen gemacht. Ebenso interessant der CPC, falls Adsense eine Rolle spielt. Spalte PPC ist bei der Nischenseiten-Challenge 2018 für mich nicht interessant, da ich keine Keywords buchen werde.

Weitere Interessante Keywords

Sattes Suchvolumen, mittlere Schwierigkeit, bunte Mischung
KeywordSuchvolumen ( SV )SEO-Schwierigkeit
Keyword 173.60015/100
Keyword 1 Local Longtail 11.30036/100
Keyword 1 Local Longtail 22.40031/100
Keyword 212.00044/100
Keyword 2 Local Longtail 11.30013/100
Keyword 2 Local Longtail 21.60013/100
Keyword 2 Local Longtail 382023/100
Keyword 39.90031/100
#102.920~40

Bedenke, das sind nur Richt- und keine absoluten Werte!

In meiner Nische sieht es recht gut aus. Das Hauptkeyword, mit dem ich auf der Startseite ranken will, hat gerundet 73.600 SV und eine SEO-Schwierigkeit von 15. Da frage ich mich nun, so ein riesen SV und so wenig „schwierige“ SEO-Konkurrenz?

Das kann doch kein monetär-potentes Thema sein!

Ich sage doch! Warum?

Weil mein Website-Modell das erlaubt.

„Der alte spinnt doch“!

Bedenke, dass du, dein Website-Modell und deine Monetarisierungs-Idee wandlungsfähig sein müssen.

Im stetigen Wandel verschiedenen Anforderungen und neuen Gegebenheiten

Verschiedene Such-Methoden, User-Intentions und so weiter und sofort

Was meine ich mit wandlungsfähig?

Ich meine damit, dass mein Website-Modell alle Bereiche abdecken könnte. Es gibt drei verschiedene Arten von Suchanfragen.

  • Transaktionale Suche
  • Informationale Suche
  • Navigationale Suche

Mit meinem Modell will ich natürlich, sofern möglich, alle Bereiche der Suche bedienen. Dabei kann ein Keyword auch gerne zwei oder alle drei Such-Methoden einnehmen. In den meisten Fällen, die ich im Laufe der Jahre beobachten konnte sind das vor allem Shorttail-Keywords. Diese nehmen meisten zwei Such-Methoden ein.

Lesenswert: https://www.seo-kueche.de/lexikon/keyword-recherche/

Nehmen wir als Beispiel das Keyword „Fernseher“

Welche Such-Methode wird vom User angewendet?

Informationale und transaktioniale Suche. Im Grunde ist hier unklar, welche Intention der User bei der Eingabe des Keywords hat. Wir wissen aber, dass er einen Bedarf hat. Um es konkret zu nennen, hat er möglicherweise einen weiteren. Er will mehr über Fernseher wissen oder er will einen kaufen oder beides.

Besonders wichtig ist in dem Fall, richte deine Landing-Page für beide Intentionen aus und gebe beiden „Usern“, ja ich betrachte sie dann differenziert, dass was sie suchen. Das kannst du zum Beispiel super mit deiner internen Verlinkung lösen. Öffne dich auch hier und denk bei Verlinkung nicht immer nur an einen Link, das könnte zum Beispiel auch ein Bild sein. Leite den User auf deiner Landing-Page dahin wo er hinwollen könnte. Bzw. navigiere ihn durch dein Projekt, bis du ihn da hast wo du ihn haben willst.

Aber langweile ihn nicht!

Und vor allem, gebe ihm das Ergebnis schnell und ohne viel Lese- und Sucherei.

Geh in einen Laden und kauf nichts, es ist kein Laden

Du musst nicht immer etwas kaufen um einen Mehrwert zu erhalten

Ich betrachte eine Website immer, als eine Art stationären Laden (dabei völlig frei von dem Gedanken, dass ein Laden immer nur verkaufen muss, ist per Definition ein Widerspruch, probiere es trotzdem aus).

Ich komme dort rein und weiß was ich will, aber nicht wo ich es finde. Was erwarte ich nun? Ich möchte, dass mich jemand an die Hand nimmt und mir das zeigt was ich sehen will. Klar, es wird auch gerne gestöbert, im Netz verhält sich das aber ein bisschen anders, jedenfalls ist die Aufmerksamkeitsspanne deutlich niedriger. Das versuche ich für mich zu nutzen.

Bitte zurück zum Thema! Danke!

OK, weiter gehts

Nachdem ich jetzt weiß, wer zu meinem Hauptkeyword rankt, gehe ich auf die Seite/Seiten und schaue sie mir genau aus den verschiedenen Perspektiven an, wie ich sie eben beschrieben habe. (Die zwei User bzw. Intentionen oder auch drei)

Dabei stelle ich mir folgende Fragen, beantworte sie und für mich ganz wichtig, aufschreiben!

  • Welche Intentionsrolle nehme ich gerade ein?
  • Wie schnell komme ich zu meinem Ziel?
  • Komme ich zu meinem Ziel?
  • Wie ist der Weg zu meinem Ziel?
  • Was ist mir positives sowie negatives auf dem Weg aufgefallen?
  • Wenn negativ, was war negativ?
  • Wie kann ich es besser/unkomplizierter oder schneller für den User machen?

Anhand dieser Fragen und dazugehörigen Antworten entstehen in mir zwei Gefühle. Das Gefühl für das Thema oder den Bedarf und ein Gefühl wie sich der User fühlen möge, wenn er die Ergebnisse zu seinem Keyword findet und welches Nutzererlebnis er auf den zu finden Seiten hat.

So kann ich relativ gut einschätzen, wie schwierig die Konkurrenz für mich sein wird. Unabhängig von anderen Indikatoren. Ich mach das auch nur mit Seiten, die in den Top Ten stehen.

Andere und weniger erklärungsbedürftige Indikatoren sind Metriken, die mit den gängigen Analyse-Tools ausgewertet und dargestellt werden können.

Für mich interessante Indikatoren: (kwfinder Affiliate-Link)

  • Suchvolumen im Shorttail 5stellig
  • Suchvolumen in Longtail min. 3stellig
  • SEO Competition nicht über 40 (kwfinder) (Einzelfallentscheidung)
  • SERPS Top Ten darf nicht nur aus Shops bestehen (zur Zeit fast unmöglich dort zu ranken)

Wie gesagt, die metrischen Indikatoren spielen bei mir eine untergeordnete Rolle, finden aber ein Teil meiner Beachtung.

Na es wird doch, Überleitung zur Konzeption

Erste Vorbereitungen für die Woche 2 damit schon im Gange

Der Nachteil meiner Art und Weise ist, dass das sehr viel Zeit in Anspruch nimmt. Ich gucke mir viele Seiten an, mach mir Gedanken dazu, muss viele Fragen beantworten und herauskommen kann ein vernichtendes Ergebnis.

Nische passt nicht.

Der Vorteil ist aber ungleich größer! Passt die Nische, habe ich schon einige Komponenten für das darauffolgende Konzept. Denk ich das Ganze weiter und die Seite wird ein Erfolg, profitiere ich davon und das Konzept kann auf weitere ähnliche Seiten gestreckt werden. Leicht abgewandelt, aber die Base steht.

Bullshit, deine Nischenseiten sehen doch kacke aus

Macht einen auf „er weiß alles“ und kann nichts vorweisen, pff.

Wenn das alles so toll ist wie du das machst, warum hast du es nicht bei deinen bisherigen Nischenseiten so gemacht?

Durchaus eine Frage der ich mich stellen muss. Der Grund, als ich diese Nischenseiten angefangen und betrieben habe, hatte ich noch nicht die Erfahrung die jetzt habe und wusste auch all das nicht, was ich hier gerade schreibe. Ich habe mich schlichtweg nicht damit beschäftigt, weil meine Intention damals eine andere war. Ich wollte nur zügig mit wenig Aufwand viel Kohle machen. Hat beides nicht geklappt!

Ich habe zwar viel Geld mit meinen Nischenseiten verdient, aber weder zügig, noch mit wenig Aufwand.

Nachdem mein Projekt mit dem höchsten Umsatz sich verabschiedete, fing ich nicht an, das Projekt auf Teufel komm raus zu verändern, also doch, aber das hat nicht lange angehalten.

Warum war ich nicht fähig das Projekt auf die neuen Gegebenheiten anzupassen? Mein Mindset und das Modell waren es nicht. Ich war starr in meiner Denke und das Modell meiner Website war nicht wandlungsfähig.

Du benutzt Worte die der Karl Kratz auch benutzt!

Nachahmer?!

Nein, er hat recht!

An der Stelle ein riesen Dank an Karl Kratz und seine spezielle Art und Weise Inhalte an den Menschen heranzutragen. Bei mir hat der Mann ein Umdenken und Überdenken ausgelöst.

Sehr empfehlenswert: https://karlkratz.de/onlinemarketing-blog/

Online-Marketing und Websites müssen zwingend aus einer anderen Sicht betrachtet werden. Das schwierigste daran ist, sich in die Rolle anderer zu versetzen. Dein Projekt aus der Sicht des Users zu betrachten.

So, wieder vom Ursprung abgekommen, ich hoffe, ich kann mit meinen Artikel, das Thema Online-Marketing und Websites aus einer etwas anderen Sicht an dich herantragen.

Ich danke dir für deine 6min, die du mir von deiner wertvollen Zeit geschenkt hast! 🙂

Auswertungen Nischenseiten-Challenge 2018

Meine Auswertungen zur NSC 2018
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Links zur Nischenseiten-Challenge 2018

Teilnehmer-Reports, offizielles zur NSC 2018, Facebook-Gruppe

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Status-Report NSC 2018 Woche 6

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Sebastian Kytka
Sebastian Kytka
Online-Marketing ist für mich ein bisschen wie .... die Luft zum Atmen, ohne geht nicht und zuviel gibt es nicht. In meinem Blog schreibe ich über Themen die mir in meinem Arbeitsalltag mit Kunden- und eigenen Projekte über den Weg laufen.

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